Geburtsvorbereitungskurse sollen in erster Linie der
werdenden Mama sowohl physisch als auch psychisch dabei helfen, so gut wie
möglich vorbereitet zu sein, wenn der kleine Schatz das Licht der Welt
erblickt. Es ist die beste Möglichkeit Informationen über
Entspannungstechniken, den Ablauf der Schwangerschaft, die Säuglingspflege oder
über Entbindungstechniken zu bekommen. Ab der 25. Schwangerschaftswoche sollte
man schauen, dass der erste Vorbereitungskurs in Angriff genommen wird, welcher
meist von einer Hebamme im Krankenhaus oder einer Praxis angeboten wird.
Für viele schwangere Frauen stellt sich die Frage: „Muss ich
meinen Mann oder Freund unbedingt zu dem Vorbereitungskurs mitschleppen?“ Und für viele werdende Väter stellt sich die
Frage: „Muss ich unbedingt mitgehen und mir die Blamage geben, wenn die anderen
sehen, dass ich von dem ganzen Thema gar keine Ahnung habe?“ Andererseits geht
der Trend immer weiter hin zu überfürsorglichen Vätern. Aber braucht eine Frau
den Mann wirklich neben sich, während sie z.B. Übungen für ihren Beckenboden
macht oder erklärt bekommt wie richtig gestillt wird?
Was Spricht gegen den
Mann?
Es gibt Frauen, für die ist die Anwesenheit des Mannes nicht
unbedingt wichtig oder gar hilfreich, vielleicht sogar störend. Der Vorteil an
einer reinen Frauenrunde ist, dass
man wirklich ALLES fragen kann, auch Themen über die im Beisein von Männern nicht
geredet wird. Die Hebamme bekommt die Möglichkeit eine lockere und angenehme Atmosphäre
im Kurs herzustellen. Viele Frauen können sich während den Übungen besser auf
sich selber konzentrieren und sind entspannter.
Was spricht für den
Mann?
Auch wenn die Geburt eines Kindes Frauensache ist, sollte der
Mann stets die zukünftige Mutter seiner Kinder überall da unterstützen, wo es
nur geht. Die meisten Väter wollen während der Geburt dabei sein. Ein
Geburtsvorbereitungskurs erklärt den Männern was sie genau im Geburtssaal
erwartet und wie die Geburt abläuft. Als unvorbereiteter Partner ist man im
Kreissaal oft keine Hilfe und die Eindrücke können einen schnell überrumpeln.
Nicht zuletzt ist es auch eine hervorragende Möglichkeit für den Mann, seine
Fragen und Ängste/Sorgen bezüglich der Geburt und der damit verbundenen neuen Verantwortung
los zu werden.
Fazit
Um Streitigkeiten und Missverständnissen aus dem Weg zu
gehen, solltet ihr ehrlich miteinander reden. Seid ihr unterschiedlicher
Meinung, dann versucht einen Kompromiss zu finden! Mittlerweile gibt es eine
Vielzahl an unterschiedlichen
Vorbereitungskursen, die sowohl nur für Frauen oder nur für Männer, als
auch für Paare angeboten werden. Erkundigt euch wo der Focus des jeweiligen
Vorbereitungskurses liegt und überlegt, welchen ihr wirklich braucht.
Vielleicht muss der Mann nicht bei jedem Termin dabei sein, aber schon allein
aus Solidarität und zur Unterstützung empfiehlt es sich, auch für den
zukünftigen Papa an einem Geburtsvorbereitungskurs teilzunehmen.


